Was ist ein Störfall?

Wichtige Kontaktdaten:
Gefahrstoffzentrum (GSZ) Kaiserslautern GmbH:
Telefon 06301 / 798 09 – 0
proTerra Umweltschutz- und Managementberatung GmbH:
Telefon 06897 / 568323

Ein Störfall ist ein Ereignis, wie z.B. eine Emission, ein Brand oder eine Explosion größeren Ausmaßes. Aus einer Störung des Betriebs ergibt sich eine sofort oder später auftretende ernste Gefahr oder es kommt zu Sachschäden innerhalb oder außerhalb des Betriebsbereichs, bei dem ein oder mehrere gefährliche Stoffe beteiligt sind. Bei einem der Störfall-Verordnung unterliegenden Betrieb, wie dem Gefahrstoffzentrum (GSZ) Kaiserslautern, wird mit einer Vielzahl von Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen alles technisch und organisatorisch Notwendige getan, um diesen Ereignisfall zu verhindern. Nach heutigem Wissen ist damit ein Störfall, der Sie gefährdet, auszuschließen. In dieser Information geht es um den sogenannten „Dennoch-Störfall“, bei dem unterstellt wird, dass die getroffenen technischen und organisatorischen Sicherheitsvorkehrungen nicht wirksam werden.

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Welche Auswirkungen kann ein Störfall haben?

Als „Dennoch-Störfall“ kann die prozessbedingte Freisetzung von Stickoxiden (NOx) bei Störung des bestimmungsgemäßen Betriebs angenommen werden. Stickoxide können vom Wind verbreitet werden und zur Reizung und Schädigung der Atmungsorgane führen. Ein weiterer „Dennoch-Störfall“ der vom Gefahrstoffzentrum (GSZ) Kaiserslautern ausgehen könnte, wäre ein Vollbrand in einem Lagerabschnitt. Dieser ist als „worst case“ anzusehen, da bis zum Auftreten dieses Ereignisses das gleichzeitige Versagen der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen, insbesondere der automatischen Löschanlage, angenommen werden müsste. Durch Brand entstehen Rauchgase, die durch den Wind über das Betriebsgelände hinaus in die Nachbarschaft gelangen könnten. Die Rauchgase können Reizungen der Augen und Atemwege hervorrufen. Bei der Freisetzung von umweltgefährlichen Stoffen kann es zu einer sofortigen oder späteren Gefahr für das aquatische Ökosystem kommen.

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Welche Vorsorge und Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen?

Zur Vermeidung von schweren Unfällen ist für das Gefahrstoffzentrum (GSZ) Kaiserslautern ein Sicherheitskonzept erstellt, dem alle betrieblichen Abläufe und Tätigkeiten unterworfen sind. So wird sichergestellt, dass alle relevanten Abläufe sowie die Verantwortlichkeiten für die Umsetzung des Sicherheitskonzeptes geregelt sind und damit das Eintreten von sicherheitsgefährdenden Betriebszuständen, insbesondere von Störfällen, zuverlässig vermieden wird.

Regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeiter sowie eine mit den Behörden und den Notfall- und Rettungsdiensten abgestimmte Notfallplanung dienen zum Schutz vor gefährlichen Auswirkungen im Ereignisfall. Im internen Alarm- und Gefahrenabwehrplan sind die im Ereignisfall notwendigen Maßnahmen dargelegt. Die Alarm- und Gefahrenabwehrplanung ist mit den Behörden und der Feuerwehr abgestimmt.

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Neben den organisatorischen Maßnahmen sind eine Reihe technischer Vorkehrungen zur Verminderung der Auswirkungen getroffen worden
  • Zur Brandfrüherkennung ist der gesamte Gebäudekomplex mit einer Brandmeldeanlage überwacht, die zur integrierten Leitstelle der Feuerwehr Kaiserslautern aufgeschaltet ist.
  • Sämtliche Lagerabschnitte für Gefahrstoffe sind durch bauliche Maßnahmen gegen Brand beständig gesichert.
  • Das Lager und die Produktion sind mit einer automatischen Sprinkleranlage flächendeckend ausgerüstet.
  • Für die Brandbekämpfung durch die Feuerwehr steht die erforderliche Löschwassermenge gesichert zur Verfügung.
  • In allen Betriebseinheiten befinden sich für die jeweiligen Stoffe geeignete Feuerlöscher in ausreichender Zahl.
  • Der Rückhalt von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffen ist durch bauliche Maßnahmen sichergestellt, so dass keine gefährlichen Stoffe in die Umwelt freigesetzt werden können.
  • Bei Ausfall der Stromversorgung steht für sicherheitstechnisch notwendige Funktionen und Einrichtungen eine Notstromversorgung mit Batteriepufferung zur Verfügung

PROFESSIONELLE BERATUNG DURCH DIE GEFAHRSTOFFZENTRUM (GSZ) KAISERSLAUTERN GMBH

Gerne geben wir Ihnen mehr Informationen zum Thema Verhinderung und Verhalten im Notfall.
Bitte sprechen Sie uns direkt an.

Maßgebliche Behörden:

  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Regionalstelle Gewerbeaufsicht Neustadt
  • Referat Feuerwehr und Katastrophenschutz Stadt Kaiserslautern

Wichtige externe Rufnummern:

  • Feuerwehr 112
  • Polizei 110
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Regionalstelle Gewerbeaufsicht Neustadt 06321/99 – 1266

Meistgestellte Fragen

Sie haben noch offene Fragen?

Kein Problem – unsere Experten helfen Ihnen gerne kompetent weiter

  • Durch Lautsprecherdurchsagen
  • Durch Rundfunk und Fernsehdurchsagen der öfftenlichen rechtlichen Sender, z.B. SWR1, SWR4
  • Durch Sirenenmeldung: Heulton von einer Minute Dauer – Entwarnung: Dauerton von einer Minute
  • Betriebe im IG Nord durch die jeweilige Betriebsleitung
  • Durch sichtbare Zeichen wie z.B. Feuer und Rauch
  • Durch Geruchswahrnehmung
  • Durch Reaktionen des Körpers wie Übelkeit und Augenreizung

Was muss ich zuerst tun?

  • Halten Sie sich vom Betriebsgelände des Gefahrstoffzentrums Kaiserslautern fern und suchen Sie geschlossene Räume auf!
  • Schließen Sie alle Türen und Fenster und stellen Sie die Belüftung oder Klimaanlage ab. Berücksichtigen Sie das auch, wenn Sie sich im Auto befinden!
  • Nehmen Sie vorübergehend Mitbürger auf, wenn es nötig ist!
  • Geschlossene Räume schützen zunächst wirkungsvoll vor Gasen und drohenden Explosionen.

 

Was mache ich danach?

  • Unternehmen Sie nichts auf eigene Faust, statt dessen warten Sie
    auf Nachrichten und Hinweise der zuständigen Behörden.
  • Halten Sie Sich an diese Ratschläge!
  • Schalten Sie das Radio ein, falls vorhanden auch den Fernseher.
  • Achten Sie auf Rundfunk- und Fernsehdurchsagen der regionalen Sender.

Was sollte ich auf keinen Fall tun?

  • Verlassen Sie nicht unaufgefordert das Haus, um zu Fuß oder mit dem Auto zu flüchten. So gefährden Sie nur Sich selbst. Die Verkehrswege werden darüber hinaus von den Einsatzkräften benötigt.
  • Auf keinen Fall Notruf-Telefonnummern durch Rückfragen blockieren!

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